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Der Freundeskreis Hospiz

20 Jahre Freundeskreis Hospiz

Im Jahre 1992 wurde der Freundeskreis Hospiz Meldorf e.V. für Dithmarschen als eingetragener Verein gegründet und 2015 in Freundeskreis Hospiz Dithmarschen e.V. umbenannt.

Eingangstür Hospizbüro in Meldorf

Zwanzig lebhafte Jahre sind Anlass genug, in dieser Broschüre darzustellen, dass Hospizarbeit viele Facetten haben kann:
Hospiz heißt im Wortsinn Herberge. Der Freundeskreis Hospiz will also unterschiedlichen Menschen in unserer Region unabhängige Unterstützung gewähren und - dort wo es gewünscht ist - zur Geborgenheit beitragen. Dabei ist bei aller notwendigen Professionalität nach unserer Auffassung die ehrenamtliche Tätigkeit der Kern des Vereins. Sie geschieht in den Begleitungen Schwerstkranker und Sterbender, von Angehörigen und Hinterbliebenen durch engagierte Mitbürger. Die stetig steigende Anzahl der Begleitungen geht glücklicherweise einher mit der Gewinnung und fundierten Ausbildung von neuen Ehrenamtlichen, aber auch von neuen Vereinsmitgliedern und ideellen und materiellen Unterstutzern unserer Arbeit. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank!
Schauen Sie auf den folgenden Seiten in Ruhe auf alle Aktivitäten des Freundeskreises Hospiz und helfen Sie auch in Zukunft mit, jeder nach ihren/seinen Möglichkeiten.

Im Namen der Vorstands
Dr. Tilman von Spiegel

Die Hospizidee

Mit diesem Symbol des Lebensbaumes haben wir am 19. Mai 1992 für Dithmarschen den Freundeskreis Hospiz in Meldorf gegründet.
Früher waren Hospize Häuser, in denen Pilger und Wanderer versorgt und Kranke gepflegt wurden. Die gelebte Gastfreundschaft war oberstes Prinzip. In diesem Sinne arbeiten auch heute die vielen Ehren- und Hauptamtlichen, wenn sie Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten.
Wir möchten erreichen, dass Menschen ihre letzte Lebenszeit möglichst in vertrauter Umgebung, schmerzfrei und von Angehörigen begleitet verbringen können. Dies kann zuhause, im Krankenhaus oder in stationären Pflegeeinrichtungen geschehen.
Es geht weder um eine Verlängerung noch um eine Verkürzung des Lebens. Die lebensbejahende Grundidee schließt aktive Sterbehilfe aus. Die Betroffenen erfahren nochmal ein gutes Stück Lebensqualität, ganz im Sinne der Begründerin der modernen Hospizbewegung Cicely Saunders. Sie lebte von 1918 bis 2005 in England.

Das Ziel ist, das zu tun, was die Situation verlangt

Unsere Arbeit macht keinen Unterschied hinsichtlich der Religion, der Nationalität, der Weltanschauung oder der Art der Erkrankung eines Menschen und versteht sich als zusätzliches Angebot zu den pflegerischen und sozialen Einrichtungen. Unser Einsatz ist kostenlos.
Die ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter entlasten und unterstützen Angehörige und vermitteln ihnen und den Sterbenden ein Gefühl von Nähe und Sicherheit. Hospizbegleitungen können kurzfristig oder auch über einen längeren Zeitraum benötigt werden. Wichtig ist die Einwilligung der Sterbenden oder der Angehörigen. Vor Beginn einer Begleitung werden alle Wünsche und Bedürfnisse, der Umfang und die Zeiten durch eine der hauptamtlichen Koordinatorinnen gemeinsam mit den Betroffenen abgestimmt. Hospizbegleitung schließt eine kurzzeitige Trauerbegleitung mit ein.

Palliativberatung

Die moderne Palliativmedizin ermöglicht durch eine individuelle Behandlung Schmerzen und andere quälende Beschwerden zu verringern oder sogar zu beseitigen. Hierdurch kann eine bessere Lebensqualität erreicht werden. Der ambulante Hospizdienst bietet auch eine qualifizierte Palliativberatung durch eine hauptamtliche Koordinatorin an.